Aushatscher am 06.11.21

Eine interessante und lehrreiche Wanderung im Anlautertal

Um 08:30 kamen wir in Emsing an und parkten unsere Kfz im Hof eines alten Bauernhofes. Dort erwartete uns auch unser Wanderführer Andreas.

Nach der Begrüßung wanderten wir Richtung Süden aus der Ortschaft hinaus, überquerten die Anlauter über die steinerne dreijochige Brücke, die hier im Volksmund Römerbrücke genannt wird,

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da beim Neubau der Brücke vor 200 Jahren, alte aus der Römerzeit stammende Brückenpfähle gefunden wurden. Nun führte uns der Weg weiter zur Burgruine Brunneck hinauf. Beim Altdorfer Blaubrunnen, eine in Bruchstein gefasste Quelle, erklärte uns Andreas, dass diese über 100 Liter Wasser pro Sekunde liefert und wohl der Burg den Namen gab. Weiter ging’s und kurz darauf tauchte die „Veste Prunnekke“ vor uns aus der immer noch dichten Nebelwand auf,

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die im 14.Jh von den Herren von Heideck erbaut, 1525 geplündert und ca. 1700 verlassen wurde. Langsam lichtete sich jetzt der Nebel und wir wanderten jetzt ein Stück auf dem „Franzosenweg“ und weiter auf weichen Waldwegen durch herrlichen Laub- und Mischwald

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bis wir an der „Teufelsmauer“, dem rätischen Limes ankamen. Der Grenzwall zwischen der römischen Provinz Raetien und Obergermanien, erbaut ab 160 n. Chr. Existierte nur ca. 100 Jahre. Die Unterbauten des Walles sind bis heute noch erhalten. Weiter ging es nun immer der Teufelsmauer entlang, an den Resten eines römischen Wachturms und den Limes

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Gedenkstein vorbei, bis wir an der Rekonstruktion eines dreistöckigen Wachturmes ankamen. Dieser Turm wurde im Jahre 1992 originalgetreu einem römischen Wachturm nachgebaut und kann von jedermann besichtigt werden. Endlich hat die Sonne auch die letzten Nebelschwaden vertrieben und wir wandern bei herrlicher Weitsicht zuerst noch ein Stück der schnurgeraden Limesstraße Richtung Westen weiter um dann nach Norden Richtung Titting abzubiegen. Um 12:30 kamen wir am Gasthof Bösl an und ließen uns nach korrekter Überprüfung der 3G-Regel in der Wirtsstube zum Mittagsmal nieder.

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Nach dem Essen führte uns Andreas durch das kleine Städtchen Titting, zeigte  uns das um 1500 erbaute fürstbischöfliche Wasserschloss, dass seit 1707 die Brauerei Gutmann beherbergt und mehrere original renovierte Jurahäuser deren Dächer mit Legschiefer oder mit Zwicktaschen belegt wurden. Nun folgte der letzte Anstieg hinauf über die Dächer Titting’s, weiter durch das Klaffertal und auf die Hochebene über Emsing, wo sich der Fußballplatz befindet.

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Dort, in der Hütte hatte Hannelores Familie für uns ein Kaffee- und Kuchenbuffet angerichtet und gegen das kühle Herbstwetter Feuerschalen aufgestellt. So ließen wir diese schöne und lehrreiche Wanderung ausklingen, sangen unserem Geburtstagskind Gudrun, die leider nicht dabei sein konnte noch ein Ständchen und bedankten uns bei Andreas für die super Führung durch das Anlautertal und bei Hannelore, die das alles uns ermöglicht hatte.

Nach dem Rückmarsch nach Emsing fuhren wir nach Karlsfeld zurück um dort im Sportheim unseren Jahresabschluss zu feiern. 

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Teilnehmer:

Renate, Helga W., Helga I, Erika, Theresia, Hannelore, Magret, Karin K., Christine,  Sieglinde, Karin S., Walter, Mani, Sigi, Rudi und Edgar.

 

 

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