Wanderung von Oberammergau nach Graswang und Schloss Linderhof

Erwartungsvoll und bester Laune machten sich am 30.09.2017 32 Wanderer jenseits der 55 (mit einer Ausnahme) per Bahn auf den Weg. Schon die Fahrt nach Oberammergau ließ uns einen der schönsten Teile von Bayern bewundern.

Der Wanderweg von Oberammergau bis Graswang war ein Naturgenuss. Am Anfang entlang der Ammer, die hier noch ein „Flussteenager“ ist. Einige Quellen entspringen im Graswangtal. Aber dann wird sie ehrgeizig. Sie nimmt sich vor, bis ins Schwarze Meer zu fließen. Über den Ammersee, den sie als Amper verlässt, mündet sie in die Isar, mit deren Hilfe in die Donau und die fließt bekanntlich ins Schwarze Meer.

Unser Traumtag - Sonne, tiefblauer Himmel, buntes Laub in unglaublichen Farben - hielt auch ein kleines Abenteuer für uns bereit. Der Weg war plötzlich wegen Baumfällarbeiten gesperrt. Also suchten wir uns den Weg über das Murnauer Moos. Es war ja auch viel Platz zum Ausweichen da. Aber ein Bach erschwerte uns das Weiterkommen. Es lag zwar viel Baumabfall darüber, sodass einige von uns mühsam darüber krabbelten (wir schaffen das). Leider endete das für 2 von uns ziemlich nass. Will heißen, sie testeten, wie tief der Bach war. Zum Glück meinte es die Sonne so gut, dass die Erkältungsgefahr sich in Grenzen hielt. Der Rest unserer Gruppe gelangte nach einem kleinen Umweg - ohne Abenteuer - wieder zum ursprünglichen Wanderweg.

Nach ca. 3 Stunden erreichten wir Graswang, einen kleinen, bäuerlich geprägten Ort auf halber Strecke zum Schloss Linderhof. Beim Fischerwirt machte wohl jeder gerne eine Mittagspause. Danach ging es per Bus nach Linderhof.

Legt man die Ausmaße der anderen Schlösser von Ludwig II. zugrunde, ist dieses klein und „kuschelig“ und erinnert von außen eher an eine Nobelvilla. Die ursprünglichen Pläne von Ludwig II. - auf der Talebene ein Versailles nachempfundenes Schloss zu bauen - kamen zum Glück nicht zur Ausführung. Vielmehr war die Grundlage des heutigen Schlosses das damalige Försterhäuschen seines Vaters. Nach umfangreichen und kostspieligen Um-, An- und Ausbauten erhielt das Schloss seine heutige Form, wobei der hölzerne Gebäudekern mit festem Mauerwerk ummantelt wurde.

Das Äußere des Schlosses lässt nicht auf den Prunk im Inneren schließen. Hier hat Ludwig II. seiner Leidenschaft für die französischen Könige Ludwig XIV. und XV. gefrönt. Man wird fast erschlagen von Lüstern, Bildern, Stuck, Gold und filigranen Verzierungen aus Meißner Porzellan.

Verlässt man diese Pracht, überwältigt einen die grandiose Parkanlage, geplant vom Hofgartendirektor Carl Joseph von Effner. Blick- und Mittelpunkt ist die vergoldete Gruppe der Göttin Flora mit integrierter Fontäne. Hier lässt es sich angenehm schlendern und die Schönheit von Schloss und Umgebung nochmals bewundern.

Dann ging es wieder in Richtung Karlsfeld.

Ein wunderschöner Ausflug war zu Ende und unser besonderer Dank geht an Hannelore und Wolfgang Elias, die sich für uns wieder einmal „ins Zeug gelegt“ haben. 

B. Tobien

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