Dolomitenwanderwoche 2020

 Dieses Jahr führte die Ski- und Bergsportabteilung des TSV Eintracht Karlsfeld im September mit
7 Teilnehmern wieder eine Wanderwoche in den Dolomiten durch.

 Sonntag:
Anreise
Nach schier unendlichen Staus auf der Autobahn kamen wir endlich um 17:00 Uhr in unserem Gasthof in Schmieden / Südtirol an. Schnell einen Kaffee, dann Zimmer beziehen und Abendessen. Anschließend in gemütlicher Runde Tourenbesprechung mit Pepe.

1.Wandertag Montag:
Nach Welsberg
Nachdem es schon in der Nacht geregnet hatte und der Wetterbericht für den Tag unbeständiges Wetter voraussagte, entschieden wir uns vom Hotel aus nach Welsberg zu wandern. Am Anfang ging es immer dem Pragserbach entlang bis dieser in die Rienz einmündete. Auf dieser Strecke sahen wir was der Murenabgang im August 2017 alles angerichtet hatte, der sich durch die ganze Ortschaft bis hinunter zum Einfluss des Stollabachs geschoben hatte.
Nun ging es stetig bergauf und bergab, bis wir Welsberg erreichten. In der Ortschaft ließen wir uns auf der Terrasse des Dorfcafés zu einer kurzen Rast nieder. Für den Rückweg nahmen wir den Rienzer Wanderweg, der uns wieder zum Einfluss des Pragserbaches brachte. Von da aus marschierten wir wieder auf dem Hinweg zurück zum Hotel.


2. Wandertag Dienstag:
Von der Plätzwiese unter der Hohen Geisel vorbei zur Rossalpe und dann zum Pragser Wildsee

Endlich schönes Wanderwetter. Mit dem Linienbus fuhren wir hinauf zur Plätzwiese. Von dort aus wanderten wir zur Stollaalm und stiegen auf schmalem Steig stetig hinauf, bis wir in einem Kar unterhalb der Hohen Geisel die erste Rast einlegten. Von hier hatten wir einen herrlichen Blick auf das grandiose Felsmassiv des gegenüber liegenden Dürrensteins und ganz rechts lugten die Spitzen der drei Zinnen hervor. Weiter ging’s bergauf, bis wir den Sattel zur kleinen Geisel erreichten. Jetzt schauten wir in Richtung der Karnischen Alpen und sahen am Horizont das Panorama der wolkenumwobenen, schneebedeckten Gipfel der hohen Tauern. Ein traumhafter Anblick ! Jetzt durchstiegen wir ein Geröllfeld, das sich bis zum Einstieg in den seilversicherten Steig an der Felsenwand der Hohen Geisel hinzog. Mit voller Konzentration, die Hand immer am Seil durchstiegen wir diese Passage und kamen am anderen Ende an dem gigantischen Geröllfeld des Felsenabsturzes der Roten Wand an. Nun ging es wieder bergab und wir umrundeten den Felsenabsturz. Endlich sahen wir das Dach der Rossalpe durch die Latschen schimmern. Dort machten wir auf der Terrasse unsere Mittagsrast.
Weiter ging’s nun bergauf, bis wir den Sattel zwischen Seekofel und Zwölf Apostel erreichten. Von nun an ging’s bergab. Auch hier hatte es 2017 einen Felsabsturz vom Seekogel aus gegeben, der den Pagser Wildsee fast zum Überlaufen gebracht hätte und diese Route total verschüttete. Also hieß es nun 1000 Hm hinab über provisorische Steige und durch Geröllfelder bis wir am Rand des Pragser Wildsees ankamen. Den See umrunden und mit dem Bus zurück ins Hotel.


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3. Tag Mittwoch:
Vom Brüggele zur Stollaaln und über den Stolabach zurück
Nachdem die vorangegangene Tour uns allen einiges abverlangt hatte, beschlossen wir an diesem Tag eine etwas leichtere Wanderung durchzuführen.
Mit unserem Bus fuhren wir Richtung Plätzwiese. Nachdem wir den Gasthof Brüggele passiert hatten, parkten wir nach der zweiten Kehre neben der Straße und stiegen den Wanderweg bis zur Plätzwiese hinauf. Auf Höhe der Wirtschaft Geiselblick  wanderten wir auf einem Feldweg über Wiesen hinab Richtung Knappensteig. Dort folgten wir dem Wegweiser zur Stollaalm, die wir gegen Mittag erreichten. Nach einer gemütlichen Mittagsjause bei herrlichem Sonnenschein setzten wir unsere Wanderung fort. Jetzt stiegen wir, immer dem Stollabach folgend teilweise steil bergab. An einer Furt über den Bach machten wir eine Rast und kühlten unsere Füße im eiskalten Bach. Weiter ging es nun auf dem Forstweg gemütlich bis zum Parkplatz bergab. Gegen 16:00 Uhr ließen wir uns auf der Terrasse unserer Herberge zu einer „Eisrunde“ nieder.

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 4. Wandertag Donnerstag:
Dreizinnenumrundung
Vom Parkplatz unterhalb der Auronzo–Hütte wanderten wir auf der Südseite unterhalb der drei Zinnen über die Lavaredo-Hütte bis zum Patternsattel. Von dort aus stiegen wir ca. 200 Hm hinab zur Langen-Alpe, die wir bis zur Langen-Alm durchwanderten. Dort kehrten wir zur Mittagsrast ein. Leider war uns der Wettergott heute nicht wohlgesinnt, denn die tiefhängenden Wolken verhüllten meistens das wuchtige Felsmassiv der Drei Zinnen und wir brauchten viel Glück, ab und an einen Augenblick diese wolkenlos zu erhaschen.
Nach einer guten Stunde Mittagsrast stiegen wir auf dem Dolomitenhöhenweg hinauf zum Pass Col de Medo und erreichten gegen 16:00 Uhr wieder unseren Bus.

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5. Wandertag Freitag:
Sorapiss-See

Vom Parkplatz beim Drei Kreuze Pass südlich des Felsmassivs Cristallo stiegen wir zuerst auf dem alten Versorgungsweg vom ersten Weltkrieg, an dem man noch etliche Flackbunker sehen konnte, hinauf, bis dieser in einen schmalen Bergpfad überging. Auch hier hatte das Unwetter 2017 gewütet. An mehreren Stellen war es zu Murenabgängen gekommen und hatte den Steig hinabgerissen oder verschüttet. Umso beschwerlicher war es für uns, diese Stellen, die teilweise nur provisorisch umgangen werden konnten oder mit Seilversicherungen abgesichert waren, zu meistern. Außerdem hatten an diesem Tag wohl viele Wanderer den gleichen Gedanken wie wir und so kam es an den kritischen Stellen immer wieder zu Staus. Doch gegen 13:00 Uhr hatten wir es geschafft und der See, mit seinem Türkis schimmernden Wasser lag zu unseren Füßen. Schnell ein paar Fotos gemacht und dann weg von dem Menschengetümmel. Doch bei der Hütte sah es nicht anders aus. Wir hatten Glück, gleich am Terrassenrand wurde ein Tisch frei, den wir zu einer kurzen Mittagsrast nutzten.
Der Rückweg gestaltete sich noch ärger, denn jetzt kam auf dem schmalen Pfad auch noch der „Gegenverkehr“ dazu. Aber gegen 17:00 Uhr waren wir wieder beim Parkplatz.  

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 6. Wandertag Samstag:
Von den Rotwandwiesen zum Kreuzbergpass und zurück
Den letzten Wandertag wollten wir noch genießen und entschieden uns für eine gemütliche Tour.
Von Sexten-Moos aus fuhren wir mit der Gondel zu den Rotwandwiesen hinauf. Dort nahmen wir den Wanderweg Nr. 18, einen gemütlichen Familienwanderweg, der uns bei herrlichem Sonnenschein gemächlich bergab zum Kreuzbergpass brachte. Gegen Mittag  setzten wir uns auf der Terrasse des Kreuzbergpass- Hotels nieder, ließen uns die Sonne auf den Buckel scheinen und genossen die kulinarischen Gerichte der ausgezeichneten Küche des Hotels. Nach gut zwei Stunden wanderten wir nun auf der „Karnischen Seite“ des Tals, auf dem Wanderweg Nr. 13a wieder zurück nach Sexten-Moos wo wir gegen 15:30 ankamen und eine Begegnung der anderen Art hatten.

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Den Ausklang des Tages verbrachten wir wieder auf der Terrasse unseres Gasthofes beim Eisschlecken.

Sonntag:
Rückfahrt

 

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