Dolomitenwanderwoche 2018

Dieses Jahr führte die Ski- und Bergsportabteilung des TSV Eintracht Karlsfeld im September mit 16 Teilnehmern wieder eine Wanderwoche in den Dolomiten durch.

Sonntag:
Anreise. Gegen 15.00 Uhr kamen wir in Schmieden an und ließen uns zur Kaffeepause auf der Terrasse nieder. Einige machten noch eine Runde durchs Dorf. Nach dem Abendessen, Tourenbesprechung in gemütliche Runde mit Pepe.

1.Wandertag Montag:
Von der Plätzwiese zum Dürrensee
Bei herrlichem Sonnenschein, aber eisigem Nordwind wanderten wir von der Plätzwiese hinab nach Schluderbach und dann weiter zum Dürrensee. Immer die Hohe Geisel und das Kristallo-Massiv vor Augen, ging es in vielen Serpentinen auf dem aus dem ersten Weltkrieg stammenden Versorgungsweg mäßig steil bergab nach Schluderbach und von da auf dem ehemaligen Bahndamm, wo sich im Winter die Langläufer beim Skiathlon von Cortina nach Toblach quälen, zum Dürrensee.

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2. Wandertag Dienstag:
Von Kasern zur Kehreralm

Vom Wanderparklatz in Kasern im Arntal wanderten wir stetig bergauf bis zum Talende. Der Weg führte uns zuerst zum Heilig- Geist- Kircherl, wo an die, nach dem 2. Weltkrieg  über die Zentralalpen geflüchteten Juden erinnert wird. Weiter ging es dann auf dem Forstweg durch das Arntal hinauf bis zum Talende mit stetigem Blick auf die Dreitausender der Zentralalpen. Am Talende stärkten wir uns in der Kehrerhütte und wanderten nach einer ausgiebigen Rast auf dem gleichen Weg zurück.

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3. Wandertag Mittwoch:
Durch das Villanderer Hochmoor zur Totenkapelle

Ausgangspunkt war bei dieser Tour der Wanderparkplatz Kasereck, hoch über Klausen. Von dort wanderten wir bis zur Jausenstation Moar in Plun und dann weiter auf dem Kreuzweg durchs Hochmoor zur Totenkapelle und zum Totensee. Auf diesem Weg hatten wir einen grandiosen Ausblick auf fast die gesamten Dolomitenmassive. Je höher wir kamen, umso weiter wurde das Panorama. Vom Heilig-Kreuz-Kofel, Marmolata, Rosengaten, bis hin zum Schlern alle Gipfel standen, bei der klaren Sicht, zum Greifen nah vor uns. Als wir dann das Totenkircherl erreichten tat sich uns auch der Blick auf die Zentralalpen auf. Herz, was willst du mehr! Beim Totensee nahmen wir noch herrliche Bilder auf und auf dem Rückweg kehrten wir noch in der Jausenstation Moar in Plun ein.

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4. Wandertag Donnerstag:
Durch die Rotwandwiesen über den Burgstall und zurück

Mit dem Lift ging es von Sextenmoos zu den Rotwandwiesen und dort Richtung Kreuzbergpass über den Burgstall und zurück. Eine anstrengende Tour, die durch die Murenabgänge  der letzten Zeit noch erschwert wurde. Am Anfang war es ein normaler Höhenweg durch die Geröllfelder unterhalb des Rotwandmassivs. Doch als wir an die Felsenwand des Burgstalls kamen, wurde unser gesamtes alpines Können auf die Probe gestellt denn der durch einen Murenabgang verschüttete Steig war nur notdürftig instandgesetzt. Aber wir schafften es. Erleichtert ließen wir uns dann auf dem Sattel des Burgstalls zu einer Gipfelrast nieder, bevor wir auf der anderen Seite den Abstieg über die ewig langen Geröllfelder antraten. Zurück, bei der Bergstation kehrten wir noch in der Rudihütte ein.

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5. Wandertag Freitag:
Auf dem Knappensteig über das Gemärk zur Stollaalm und hinab zum Brückele

An diesem Tag wanderten wir auf einem Steig, auf dem die Knappen in der Zeit des Zinnerzabbaus das geschlagene Erz täglich auf ihren Rücken aus den Mienen im Bereich der Plätzwiese hinab ins Tal bei Schluderbach trugen.
Am Anfang führte der Pfad leicht ansteigend am Rande des Knappenfußtals stetig hinauf. Doch als wir uns dem Felsmassiv der Hohen Geisel näherten begann die Kletterei entlang des Wasserfalls, bis wir die Wasserscheide im Bereich der Plätzwiese erreichten. Bis zur Stollaalm führte nun der Weg wieder gemächlich durch eine herbstliche Wiesenlandschaft. Nach einer ausgiebigen Rast auf der Terrasse der neu gebauten Hütte stiegen wir nun auf der anderen Seite, immer den Lauf des Stollabaches folgend, hinab zum Wanderparkplatz Brückele. In diesem Bereich hatten die vergangenen Unwetter den Steig so beschädigt, dass er teilweise neu erstellt werden musste. Am Parkplatz angekommen, teilte sich unsere Gruppe. Die einen fuhren mit dem Bus zurück nach Schmieden und die unermüdlichen wanderten noch über den Quellenweg zurück.

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6. Wandertag Samstag:
Vom Pagser Wildsee über die Franz-Josefs-Höhe nach Schmieden 

In allen gängigen Karten steht eigentlich Kuhwiesenkopf statt Franz-Josefs-Höhe. Denn als die Italiener nach dem 1. Weltkrieg sich Südtirol einverleibt hatten, hatte der Name eines Österreichers auf ihren Karten nichts zu suchen und so wurde aus der Franz-Josefs-Höhe der Kuhwiesenkopf. Doch bei den Einheimischen bleibt’s bei der Franz-Josefs-Höhe.
Mit dem Linienbus fuhren wir dieses Mal zum Pragser Wildsee und wanderten von dort aus hinauf zur Franz-Josefs-Höhe. So hatten wir uns das vorgestellt. Doch es kam ein bisschen anders. Denn als wir am Parkplatz aus dem Bus stiegen stand dort das Filmteam der Fernsehserie „Die Bergpolizei“ mit Terence Hill. Aus war‘s, unsere Mädels waren nicht zu bremsen. Schnell eilten sie zum See, denn wenn dort gedreht wird, da kann Terence nicht weit sein. Pech gehabt – sie bekamen nur seinen Gaul zu sehen. Terence schlummerte noch im Hotel. Nun endlich konnten wir unsere Wandertour beginnen.
Vom Parkplatz aus führte der Weg stetig steiler werdend hinauf bis zur Kuhwiesenalm. Auch in dieser Gegend hatten die Unwetter gewütet  und den steilen Pfad mit Geröll bedeckt und so unseren Aufstieg noch erschwert. Darum ließen wir uns bereits hier, bei der neu errichteten Hütte zu einer Rast nieder und genossen im Windschatten der Alm die wärmenden Sonnenstrahlen. Weiter ging es dann über einen schmalen Steig durch die Almwiesen hinauf zur Franz-Josefs-Höhe. Am Gipfel wehte uns ein kalter Wind um die Nase und die Sonne wurde immer wieder von Wolken verdeckt. So machten wir nur eine kurze Rast im Windschatten der Latschen und begaben uns alsbald auf den Steilen Abstieg hinab Richtung Brunstalm. Da diese aber schon geschlossen war, stiegen wir in der Senke, am Fuße des Berges Richtung St. Veit hinab. Der Steile Abstieg schien nicht zu Enden. Doch auf Höhe der Wögger-Alm kamen wir auf die Forststraße, auf der wir dann nach St. Veit wanderten und von dort auf dem Waldweg nach Schmieden weiter gingen.

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Sonntag:
Nach dem Frühstück packen, verladen und mit Zwischenrast am Brenner nach Karlsfeld zurück.

In den 6 Tagen legten wir ca. 61 Km zurück, stiegen 3200 Hm bergauf und 4100 Hm bergab. Wir hatten immer gutes Wanderwetter, immer Sonnenschein und gute Fernsicht.


Teilnehmer: Erika, Erna, Theresa, Karin, Helga, Renate, Gudrun, Maria, Regina, Erwin, Helmut, Mani, Willi, Frank, Rudi und Edgar.

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