31.07.2016 - Abschluss des Läufercups 2016

Florian Wenzler wird mit überragender 10.000 m Zeit Seriensieger / Yvonne Kleiner gewinnt die Frauenwertung / Vor zwei Wochen gewannen Luisa Geist und Vincente Graiani die Serien-Jugendwertungen

Der Karlsfelder Läufercup fand mit dem abschließenden 10.000 m-Lauf am 22.07.2016 seinen diesjährigen Höhepunkt. Während anderorts Massen panisch durch München zogen, war man in Karlsfeld außerhalb des Geschehens und widmete sich ganz einer tollen Veranstaltung: Es standen 25 Runden im Stadion auf dem Programm. Das erfordert selbst bei den gut trainierten Läufern eine hohe mentale Stärke und erfreut sich einer steten Beliebtheit. Es mag zwar etwas eintönig klingen, doch die vielen Runden eignen sich hervorragend zum Taktieren und zur Geschwindigkeitskontrolle. Das kann bei einem gewöhnlichen Straßenlauf meist nur mithilfe einer GPS-fähigen Uhr grob durchgeführt werden.

Die an diesem Tag stattfindenden vier Zeitläufe wurden wie immer nach Zeitklassen eingeteilt, beginnend bei den langsameren bis hin zu den schnellsten Läufern. Die Teilnehmer im ersten Zeitlauf hatten dabei noch in der schwülen Sommerhitze zu laufen, während es danach zunehmend kühler wurde und leicht regnete. Insgesamt 50 Läufer und Läuferinnen beendeten den Lauf erfolgreich, allen voran Florian Wenzler (LG Würm Athletik), der schon nach 33:08,12 min ins Ziel eilte. Dabei hatte er so viel Vorsprung auf seine direkten Konkurrenten Rene Manthee (LG Telis Finanz Regensburg, 33:26,18 min) und Andreas Brünnert (LG Stadtwerke München, 33:54,33 min), dass er sich letztlich mit großem Vorsprung die Serienwertung sicherte.

Diese setzt sich bei den Erwachsenen aus der Zeitaddition des jeweils schnelleren 3.000 m- und 5.000 m-Laufes sowie dem 10.000 m-Lauf zusammen. Florian entschied die Wertung für sich mit 57:56,42 min vor Andreas (58:36,75 min) und Rene (58:54,28 min). Alle drei waren zudem die einzigen Läufer, deren addierte Zeit unter einer Stunde blieb.

Die tagesschnellste Frau war Katka vom Dorp (PTSV Rosenheim, 36:28,57 min) vor Yvonne Kleiner (LG Stadtwerke München, 37:02,58 min) und Ivana Gancheva (LG Telis Finanz Regensburg, 38:02,23 min). Dort zeigt sich auch, dass meist der bessere 10.000 m-Läufer auch die Serienwertung gewinnt. In diesem Fall hat Katka keinen 3.000 m-Lauf absolviert und kam deshalb nicht in die Endwertung. Yvonne und Ivana kamen jedoch in selbiger Reihenfolge auf die Plätze eins und zwei in der Serienwertung. Platz drei der Gesamtwertung belegte Sonja von Opel (Opel Running Team) mit einer heutigen Zeit von 39:24,68 min.
Dass gutes Laufen keine Frage des Alters ist, bewiesen heute Teilnehmer jeder Altersklasse. So bildeten die Extreme der 69-jährige Wolfgang Janisch (SV Langenbach, 52:26,72 min) und die 17-jährige Eva Schien (LG Telis Finanz Regensburg, 39:19,05 min), beide mit hervorragenden Zeiten.
Aus Karlsfelder Sicht erfreute man sich über die erfolgreiche Teilnahme der vereinseigenen Starter Claus Roberto (41:38,57 min), Piotr Dylla (39:00,22 min), Andreas Mauke (38:10,14 min) und Christian Götz (36:15,80 min, alle vier LG Kreis Dachau). In die Gesamtwertung schaffte es nur Andreas mit der addierten Gesamtzeit 1:05:38,10 min, bestehend aus 9:58,77 min für 3.000 m, 17:29,19 min für 5.000 m und der 10.000 m-Zeit. Er wurde Fünfter im starken Feld der Klasse M30, in der auch die drei Gesamtsieger liegen.

Bereits zwei Wochen zuvor wurden beim vierten Wertungslauf des Läufercups (2.000 m/3.000 m) die Serien-Platzierungen der Jugendlichen festgelegt. Dort setzten sich bei den Läufern Vincente Graiani (Kirchheimer SC) und bei den Läuferinnen Luisa Geist (LG Stadtwerke München) durch. Ausschlaggebend für deren Platzierung ist die Zeitaddition des besseren 800 m-Laufes und des besseren 2.000 m-Laufes. Vincente konnte sich dabei mit 8:36,74 min sogar einen großen Vorsprung auf den Zweitplatzierten Tobias Tent (LC Tölzer Land) erlaufen, der 9:05,87 min benötigte. Beachtet man dabei jedoch, dass Tobias vier Jahre jünger als Vincente ist, so ist seine Leistung deutlich größer anzusehen. Bei den Läuferinnen war die Zweitplatzierte Anna-Lina Kirschke (LC Tölzer Land) mit 9:49,73 min nur knapp hinter der Ersten, die 9:40,61 min benötigte.

Aus den Reihen der Karlsfelder Veranstalter kamen ebenfalls Athleten in die Serienwertung: Sebastian Oberbauer (LG Kreis Dachau) wurde mit 11:07,05 min addierter Gesamtzeit Zweiter der Klasse M11. Vom LG-Partnerverein ASV Dachau wurden außerdem Leonie Reichl (10:58,78 min) und Tamina Eckstein (11:07,03 min, beide LG Kreis Dachau) Fünfte bzw. Sechste der Klasse W14.

FE

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