Bericht vom Kurt-Opatzki-Turnier 2015

Schon mal etwas von "Nicerdicer" gehört? Von den Turnierteilnehmern wusste zu Beginn ungefähr die Hälfte, dass das was für die Küche ist. Im Internet findet sich eine nette Beurteilung unter "forum.frag-mutti.de":

"Meinereiner hat sich am Freitag den "Nicer Dicer" gekauft, manche von euch kennen ihn sicherlich aus der Dauerwerbesendung ... Jedenfalls: dieses Ding gebe ich NIE WIEDER her!!!!! Es ist einfach nur geil, damit geht alles so fix und einfach, es ist unglaublich..."

Nach dem Turnier wusste jeder, was das ist: Die Herren vom TSV Eintracht Karlsfeld und die Damen vom SC Weßling! Nicht genau das, von dem in der Fernsehwerbung die Rede ist, doch das waren die Sieger des Turniers. Im Finalspiel gegen die Herren vom HC Fraureuth wirbelten die Jungs nach bester Werbemanier geil und fix über das Spielfeld und deklassierten die gut gleichklassigen Gegner aus Sachsen mit 9:1. Danach das Zittern, wie gut sich die zugelosten Damen vom SC Weßling gegen die bekannt hochklassigen und motivierten Damen des SV Laim 1 wehren können. Die holten Tor um Tor auf, auch wenn sie zwei, drei Mal mit "hundertprozentigen" an der Weßlinger Torfrau scheiterten. Im Gegenzug waren die Nicerdicer-Damen ein paarmal erfolgreich, was letztlich für einen Zweitorevorsprung im Endergebnis reichte 13:11. Endlich war es geschafft, der Pokal bleibt (das erste Mal?) für ein Jahr in Karlsfeld! Hierfür gab's bei der Siegerehrung Glückwünsche vom Präsidenten des TSV Eintracht Karlsfeld, Rüdiger Meyer, und vom 2. Bürgermeister von Karlsfeld, Stefan Handl.

Die erfahrenen Turnierinteressenten haben es sicher schon gerochen, als Mannschaftsnamen mussten dieses Jahr Haushaltsgeräte herhalten. So kam es zu amüsanten Begegnungen zwischen Geschirrspülern, Dosenöffnern, Saftpressen, Pürierstäben und Staubsaugern. Die je 9 Herren- und Damenmannschaften aus Süd- und Mitteldeutschland wurden für das Turnier zusammengelost und bestritten unter dem Gaudinamen hälftig die Spiele. Die Männer legen vor, die Damen bestimmen das Endergebnis. In der Hauptrunde spielte jeder gegen jeden. Am Freitag von 19°° bis kurz nach Mitternacht und am Samstag ab mittags bis kurz vor 21°°. Der Petrus und Kurt Opatzki haben wettertechnisch wohl viel gehakelt, es hat am Freitag und Sonntag bis kurz vor Spielbeginn teils stark geregnet - doch es hat gereicht: Wir haben alle Spiele draußen bestreiten können und einen wunderbaren Samstag genossen. Mancher hat sich dabei eine rote Nase und einen verbrannten Nacken geholt.

Wie bei solchen Wettbewerben gängig, gab es zum Abschluss der Hauptrunde mehrere praktisch gleichwertige Teams. Die Final- und Platzspiele am Sonntag waren dann Erster gegen Zweiten, Dritter gegen Vierten. usw.; passend war, dass die punktgleichen Mannschaften sich so platzierten, dass sie am Sonntag gegeneinander spielten - wenn sie denn spielten. Denn nicht alle konnten oder wollten auf den Platz. Manche waren handballerisch durch die laufende Jugendquali anderweitig engagiert und nicht mehr verfügbar, andere waren durch das Feiern und/oder kleinere Blessuren derart dezimiert, dass letztlich das Spiel um den 7. Platz nur die Damen entschieden und wir die beiden Spiele um den 5. und 3. Platz zusammenlegten um wenigstens hierfür genügend SpielerInnen auf's Feld zu bringen.

Die Tabelle der Hauptrunde:

Platz Teamname  Punkte  Diff  Tore+
1 Geschirrspüler 17 44 152
2 Nicerdicer 14 30 122
3 Thermomix 12 16 136
4 Dosenöffner 11 6 126
5 Trockenhauben 10 3 123
6 Saftpressen 10 3 120
7 Staubsauger 6 -14 112
8 Pürierstäbe 6 -21 113
9 Mikrowellen 4 -58 98

 

Das Endergebnis:

Platz Teamname   Männermannschaft  Frauenmannschaft 
1 Nicerdicer  TSV Eintracht Karlsfeld  SC Weßling
2 Geschirrspüler  HC Fraureuth  SV Laim 1
3 Thermomix  TSV Forstenried  TSV Göggingen
4 Dosenöffner  TSV Unterhaching  Baiersdorfer SV
5 Trockenhauben  ESV Neuaubing  SG Waltenhofen/Kottern
6 Saftpressen  TSV Göggingen  TSV Eintracht Karlsfeld
7 Staubsauger  SV Chemnitz Harthau  SV Laim 2
8 Mikrowellen  Cuba Libertadores  ESV Neuaubing
9 Pürierstäbe  Baiersdorfer SV  TSV Forstenried

 

Die Gäste haben sich recht wohl bei uns gefühlt und freuen sich auf's kommende Jahr, wenn wir ein Vierteljahrhundert dieses Turniers feiern.

Ein herzliches Dankeschön an die vielen Helfer, die dieses Turnier ermöglicht haben! Unter der tatkräftigen Leitung der Handball-Chefin Brigitte Elias-Bertram wirktenDier wesentlich mit: Familie Dirr und Stachs mit vielen Helfern in und um die Küche, das bewährte Ü55-Team beim Frühstück, im Bierwagen Andi Kahnt jun., Manfred Movio, Sven Groll und KollegInnen, an der Bar Tina Glasl mit vielen Handballdamen und -herren, Robert Weber von 1PA für Musik&Licht, für Auf- und Abbau Handballer aller Altersklassen mit familiären Helfern und Andi Kahnt sen. für die handballerische Turniergestaltung. Die Chefin hat sich gefreut, dass deutlich mehr Hilfe der jungen Handballdamen und -herren geleistet wurde als in den Jahren davor. Nach vielen Jahren Organisation, sagt sie, ist es Zeit, dass die Jungen langsam das Zepter in die Hand nehmen.

Andreas Kahnt sen.

2015Sieger Erwachsene 630

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