Viele neue Gesichter auf dem „Stockerl“ beim 32. Karlsfelder Seelauf
Frank Aurich erstmals Halbmarathon-Sieger - Stephan Pfister bester Landkreisläufer
Am Sonntag war „verkehrte Welt“ in Karlsfeld: Beim Seelauf gingen in der Männerwertung die ersten Plätze über die Halbmarathon (21,1 km)- und über die 10 km-Strecke überraschenderweise nicht an die etablierten und bekannten Athleten, dagegen siegten im 5 km-Hobbylauf, traditionell der Strecke des Nachwuchses, bayerische Spitzenläufer.
Immerhin gab es bei den Frauen über die lange Strecke bekannte Gesichter auf dem Siegerpodest: Monika Kaiser (LG Stadtwerke München) lief als überlegene Siegerin vor Irmi Thurner (Sport Ruscher Running-Team), der Zweitplatzierten des Jahres 2006, durchs Ziel. Auf die Frage, warum sie so schnell gelaufen sei, antwortete die 44-jährige Kaiser scherzhaft, sie habe nur den Rat ihres Arztes befolgt, die Zeitdauer der körperlichen Anstrengung auf höchstens 90 Minuten zu beschränken: Nach 1:27:22 h war für sie das Rennen beendet.
Bei der abschließenden Siegerehrung des 10 km-Frauenlaufs waren die Jüngsten die Größten: Mit großem Applaus wurde nicht nur die Siegerin, die 16-jährige Elisabeth Weinfurter (TV Zwiesel), sondern vor allem auch die Gesamtzweite und kleinste Teilnehmerin, die erst 12 Jahre alte Nada Balcarczyk (TSV Olching), von den Zuschauern und Aktiven bedacht - ihre Leistungen von 40:18 min bzw. 42:37 min sind tatsächlich von hoher Qualität. Man darf gespannt sein, was von diesen beiden Athletinnen in Zukunft noch zu hören sein wird.
Beim Halbmarathon der Männer setzten sich bald vier Läufer vom Rest des Feldes ab. Richard Daniels (SC 53 Landshut) übernahm von Beginn an die Führungsarbeit, konnte jedoch genau wie Christian Jakob (ESV Neuaubing) und Johann Steigmayer (Tri-Team FFB) schon nach wenigen Kilometern dem späteren Sieger Frank Aurich (Crazy Runners) nicht mehr folgen. Aurich arbeitete sich stetig einen großen Vorsprung heraus und siegte schließlich nach 1:17:12 h mit 90 Sekunden Vorsprung vor Daniels. Aurich bestätigte mit diesem Sieg letztlich eine recht rasante sportliche Entwicklung, die mit der Qualifikation für den Hawaii-Triathlon einen vorläufigen Höhepunkt erreicht hatte. Erfreulich war das Ergebnis von Stephan Pfister (TSV 1865 Dachau), der mit seiner Zeit von 1:20:07 h auf dem siebten Platz einlief.
Im 10 km-Lauf wurden die erfahrenen Athleten, allen voran Karl-Heinz Michalsky (TSV Olching) und dem besten Landkreis-Läufer, Benedikt Arzberger (LG Kreis Dachau), von einem ihnen völlig Unbekannten geschlagen. Der vereinslose Viktor Kiak war nach 35:45 min weit vor ihnen im Ziel; dort erklärte er den Umstand, dass ihn seine Konkurrenten nicht kennen, damit, dass er erst seit gut drei Jahren läuft und noch nicht allzuviel Wettkampferfahrung besitzt.
Recht unerwartet nutzten den 5 km-Hobbylauf einige Spitzenläufer als letzten Form-Test für die in Kürze anstehenden Bayerische Straßenlauf-Meisterschaften. Georg Kinadeter (TV Hauzenberg) und Klaus Stübinger (PTSV Rosenheim) lagen dann auch mit ihren Zeiten von 16:23 min bzw. 16:41 min fast zwei Minuten vor allen anderen, bei den Frauen gewann die 14-jährige Silke Dorsch (TSV Gräfelfing) am Ende vor Claudia Wagner (LAG Mittlere Isar).
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